Archiv für Juni 2012

postheadericon Kampusch: Kleine Überlebens-Künstlerin

Natscha Kampuschs Buch über ihre Gefangenschaft und Folter ist wirklich erstaunlich. Denn es konzentriert sich auf die kleinen Strategien und Tricks, sich Tag für Tag beinahe künstlerische Ideen auszudenken, um sich selbst zu unterstützen. Denn die größte Gefahr angesichts eines übermächtigen Täters ist sicher, in die Selbst-Auflösung, die Selbst- auslöschung zu verfallen – sich als eigenständige Person aufzugeben und die  herabwürdigenden und gemeinen Werte des Täters zu internalisieren.

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postheadericon KZ am Loiblpass: Der Stacheldraht von damals

Ein kleiner Gauner wird aus einem Gefängnis in Frankreich direkt in ein Kärntner Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen gebracht und muss dort unter lebensgefährlichen Bedingungen am Durchbruch des Loiblpass-Tunnels (Firma „Universale Hoch- und Tiefbau AG“) mitarbeiten. Andre Lacaze publizierte 1978 in dem französischen Verlag Juillard das Buch „Le Tunnel“, das in „Argot“, der Sprache der kleinen Gauner, von Aspekten eines KZ handelte, die sonst selten beschrieben werden – über die Schwierigkeit auf einem Brett über einem riesigen Loch zu scheißen z. B., oder wie anstrengend doch diese politischen Gefangenen seien, die auf die aus Gefängnissen importierten Diebe und Betrüger herab schauen.

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