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Marika Schmiedts Filme zum Thema Roma-Verfolgung: Mutterseelenalleine
Als Filmemacherin will Marika Schmiedt Geschichte mitschreiben, einen Funken entzünden, zur Reflexion von eigener Geschichte anregen. Sie schafft es, dass die Mutter, die ein Pflegekind war, und ihrer Großmutter, die als Romni im KZ Ravensbrück ermordet wurde, weiter leben.
„So ein liebes Kind, die möchte ich haben“, sagte die neue Pflegemutter, als sie die Kleine sah. „Die holten mich. Ich bin dann auf einem Schamerl mitten in der Küche gesessen den ganzen Tag und habe kein Wort gesprochen. Am Abend sagte jemand, muss das Kind nicht einmal aufs Klo? Das Schamerl war ganz nass. Da haben sie mich geschimpft.“In Marika Schmiedts neustem Film „Roma Memento. Zukunft ungewiss?“ erzählt Marikas Mutter Margit Schmiedt, die erst als junge Erwachsene von ihrer Roma-Herkunft erfuhr, von ihrer Kindheit. Die Cousine ihrer Mutter sah Margit zufällig auf dem Uhrfahraner Markt in Linz und sprach sie an: „Weißt du, wer du bist? Deine Mutter und ich waren zusammen im KZ Ravensbrück.“ „Da haben mich die Füße verlassen“, sagt die Mutter im Film.
Floating Synagogue
Where there were once people, now only the songs remain…
Anläßlich der Viennale-Weltpremiere des Filmes “Der letzte Jude von Drohobycz” von Paul Rosdy eine Reportage von der Konzertreise des “Wiener Jüdischen Chors” und dem Besuch bei dem KZ-Überlebenden Alfred Schreyer:
In Galicia and Bukowina, the area of what is now Western Ukraine, and in Moldova, there are only a few Jews left. But community life still remains vibrant. A musical journey with concerts, sessions, dance and Vodka.
„Whores’ Glory“: Dem Tod sexy die Zähne zeigen
Der Film „Whores’Glory“ von Michael Glawogger konfrontiert mit unangenehmen Wahrheiten zu Prostitution und Sexualität in unseren Gesellschaften. „Whores’ Glory“ zeigt den Preis fürs Überleben und Sensenmänner, die jeden früher oder später holen.
In jedem kleinen, mit bunten Tüchern geschmückten Zimmer einer Hure steht der Tod auf einem Tischchen. Ein richtig gruseliger Sensenmann, mit Kapuze über seinem Skelettkopf, eine hohe Figur, vor der eine Kerze brennt und die verehrt wird. Ein breites Bett paßt in die Kammer hinein, ein Stuhl – die Eingangstüre dieser Baracke steht offen: So sieht der Strich in der „La Zona de la toleranzia“ in Mexiko aus. Draußen fahren Jeeps und Lieferwägen durch Matsch und Pfützen, drehen Männer ihre Runden, um sich eine Frau auszusuchen.
Feuerlegen in Venedig
Österreich-Bezüge im Simbabwe- und Roma-Pavillon
„Die Idee einer Nation muss als Vorstellung von Gemeinschaft erneuert werden“, steht im niederländischen Pavillon auf der Biennale Venedig. Der thailändische Pavillon in einem Kaffeehaus erfindet die eigene Nation „Navinland“ und Wachmänner mit Pistolen bewachen den illuminierten Gottvater, fliegend mit Gänsen, von Tintoretto („La creazione degli animali“ 1518). Der illuminierte Jesus gibt anderen zu trinken. Simbabwe und die Roma stellten zum ersten Mal aus.
